Tischtennisplatte selber bauen – Anleitung

Revera TischtennisplattenTischtennis erfreut sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit und eine eigene Tischtennisplatten für den Innen- oder Außenbereich ist immer eine Bereicherung. Wer sich eine neue Tischtennisplatte kaufen will, muss mit ein paar hundert Euro Anschaffungskosten rechnen. Vor allem, wenn hohe Ansprüche an die TT-Platte gestellt werden. Doch es gibt Alternativen zum Neukauf. Denn mit etwas handwerklichem Geschick können Sie sich Ihre eigene Tischtennisplatte selber bauen. Doch was wird dafür alles benötigt? Und wie sieht eine Anleitung zum Bau einer Tischtennisplatte aus? In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie es funktioniert. Dabei zeigen wir Ihnen auch, wie Sie sich eine Mini-Tischtennisplatte selber bauen können.

Anleitung für Tischtennisplatten Selbstbau

tischtennisplatte-bauen Es ist nichts Ungewöhnliches, sich seine Tischtennisplatte in Eigenregie zu bauen. Natürlich wird das Ergebnis den Vergleich mit einer professionellen Platte von bekannten Markenherstellern wie Joola, Sponeta, Kettler und Co. in der Regel nicht gerecht, aber für den Hobbybereich reicht es allemal aus. Zudem können Sie sich die nicht gerade günstigen Anschaffungskosten sparen. Darüber hinaus wird es einen jeden Heimwerker mit Stolz erfüllen, auf seiner eigenen, selbstgebauten Tischtennisplatte zu spielen. Doch was benötige ich dafür?

  • Als Spieltisch haben Sie die Wahl zwischen einer Tischtennisplatte aus Aluminium oder Pressspann. Natürlich können Sie auch eine eigene Beton-Tischtennisplatte bauen, doch das ist ungleich anspruchsvoller und komplizierter. Ob nun Aluminium oder Pressspann ist Geschmacksache und sicher auch eine Frage des vorhandenen Budgets. Denn Pressspannplatten sind günstiger, während Aluminium-Platten leichter sind.
  • Wichtig ist, dass Sie die richtige Größe im Kopf haben. Eine Tischtennisplatte ist 274 cm x 152,5 cm groß, so dass sich für eine einzelne Plattenhälfte ein Größe von 137 x 152,5 cm ergibt. Das Turniermaß für die Höhe des Tischtennistisches liegt bei 76 cm.
  • Im Handel gibt es vor allem Aluminium-Platten für den Tischtennisplatten Selbstbau vorgeschnitten zu kaufen. Gleiches gilt auch für Pressspann-Platten, wobei diese auch im Baumarkt erhältlich sind und sich vor Ort auf die richtige Größe zuschneiden lassen. Was die Dicke der Platte betrifft, sollte Sie bei der Aluminium-Variante eine Dicke von mindestens 2 bis 2,5 cm wählen, während es bei der Lösung mit der Pressspannplatte zwischen 16 bis 25 cm sein sollten. Je dicker die Platte, desto besser das Ballrücksprungverhalten (bei dickeren Platten springt der Ball höher ab, bei dünneren Platten dagegen flacher).
  • Meist müssen die TT-Platten-Rohlinge noch farblich behandelt werden. Wobei sich als Spieloberfläche ein nicht spiegelndes Grün oder Blau (matt) empfiehlt. Das ist zwar nicht zwingend notwendig, aber dennoch im Sinne der Spielfreude. Für die Aluminium-Platte können Sie hierfür Sprayfarbe verwenden. Bei der Lackierung der Oberfläche des Pressspann ist es dagegen schon etwas komplizierter, da hierbei eine Speziallackierung verwendet wird, die man nur schwer im freien Handel erwerben kann. Daher sollten Sie sich im Vorfeld informieren.
  • Wichtig ist, dass Sie die Linie (Mittellinie, Seitenlinie, Grundlinie etc.) auf die Spieloberfläche auftragen. Ebenfalls kein absolutes Muss, zumal die Linien auf der Tischtennisplatte beim Einzel vernachlässigt werden können, doch beim Doppel ist vor allem die vertikal verlaufende Mittellinie für den Aufschlag (es darf nur diagonal aufgeschlagen werden) wichtig.
  • Als nächstes werden die Vorrichtungen für das anzubringenden Gestell getroffen. Hierfür wird auf der Rückseite der Alu- oder Pressspannplatte mittig ein Rechteck aufgezeichnet, welches die Maße 200 x 100 cm aufweist. In einem Abstand von 25 cm werden nun Markierungen am Rechteck eingezeichnet. Diese Markierungen werden im nächsten Schritt mit einem Hammer und Körner angekörnt und danach mit einer Bohrmaschine mit 3 mm Bohrer leicht angebohrt. Passen Sie darauf auf, dass Sie nicht zu tief in die Platte bohren.

Tischtennisplatten Gestell bauen

Schritt Hinweise
Material
  • Als Untergestell für Ihre selbstgebaute TT-Platte bieten sich Vierkantrohre an, die es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Dabei benötigen Sie insgesamt drei Vierkantrohre mit den Maße 40 mm x 40 mm x 2 mm haben und einer Länge von jeweils 4 Metern. Die Stangen werden genau so zugeschnitten, so dass sie exakt auf das Rechteck auf der Rückseite der Tischtennisplatte passen.
Vorbereitung
  • Übertragen Sie die Markierungen auf der Platte auf die Vierkantrohre und bohren anschließend Löcher in die Rohre. Für welche Größe Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen.
  • Auch was die Wahl der zum Einsatz kommenden Schrauben angeht, haben Sie freie Wahl. Sie sollten lediglich darauf achten, dass es sich um selbstschneidende Schrauben handelt, die nicht zu lang sind.
  • Haben Sie die Vierkantrohre auf der Unterseite der TT-Platte montiert, geht es nun mit den Beinen weiter, die ebenfalls zurechtgeschnitten werden müssen. Schneiden sie hierfür einfach sechs 76 cm lange Stücke (76 cm entspricht der offiziellen Tischhöhe einer Tischtennisplatte) aus den restlichen Vierkantrohren.
Zusammenbau
  • Als nächstes werden die Beine sowohl an die vier Ecken als auch an die Mitte an das auf der Unterseite der Platte befestigte Rechteck angebracht. Am besten geschweißt, wobei sich hierfür ein Schutzgasgerät sehr gut eignet. Passen Sie beim Schweißen darauf auf, dass sich die Beine nicht zu stark verziehen. Das kann angesichts der vorherrschenden Hitze schneller passieren, als einem lieb ist.
  • Damit die Tischtennisplatte und somit auch die Spielfläche möglichst gerade ist, sollten Sie mit Hilfe eines Winkels die Tischbeine des Untergestell nach jedem Schweißvorgang ausrichten.
  • Wurden alle Tischbeine angeschweißt, ist der Selbstbau Ihrer Tischtennisplatte nahezu fertig. Kontrollieren Sie mittels Wasserwaage, ob der Tisch auch wirklich eben ist. Nun brauchen Sie nur noch ein Tischtennisnetz und Ihr Tischtennistisch Marke Eigenbau ist zum Bespielen bereit.

Anleitung für Mini-Tischtennisplatte Selbstbau

Wenn Sie in Ihren heimischen vier Wänden nicht ausreichend Platz für eine normale Tischtennisplatte haben, können Sie sich alternativ eine Mini-Tischtennisplatte bauen. Hier haben Sie bei der Größe (zum Beispiel 80 x 60 cm, 135 x 75 cm, 180 x 100 cm) nahezu freie Wahl, wobei die Größe sowohl Ihren Vorlieben als auch vorhandenen Raummöglichkeiten entsprechen sollte. Doch Fakt ist, dass mit steigender Größe der Spielfläche auch der Spielspaß steigt, da ein besseres Tischtennis-Feeling aufkommt.

Tipp! Im Folgenden wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie sich eine praktische und kompakte Mini-Tischtennisplatte ohne Tischbeine / Untergestell selber bauen können.

Mini-Tischtennisplatte selber bauen: Spielfläche auswählen

  • Als Ausgangsbasis sollten Sie sich ein Holzbrett – am besten Pressspann – zulegen.
  • Achten Sie darauf, dass die Platte eine rechteckige Konstruktion vorweist, also dass die Seiten unterschiedlich lang sind. Orientieren Sie sich am besten an der Originalgröße einer TT-Platte (274 x 152,5 cm), so dass Ihre Mini-Platte im richtigen Verhältnis gewählt wird. Im Baumarkt kann die Platte nach Ihren Wünschen zugeschnitten werden.
  • Da es sich um eine Mini-Tischtennisplatte ohne Beine handelt, sollten Sie darauf achten, dass Sie über einen entsprechend großen Tisch verfügen, auf dem die fertige TT-Platte nach Fertigstellung und zum Spielen platziert werden kann.
  • Haben Sie diese Voraussetzungen erfüllt, kann der Bau der eigenen Mini-Platte für Tischtennis beginnen.

Mini-Tischtennisplatte selber bauen: So wird’s gemacht

  • Als erstes wird die Holzplatte mit einem matten grünen oder schwarzen Holzlack lackiert. Achten Sie darauf, dass es sich auch wirklich um Holzlack handelt, damit das Holz nach der Behandlung noch atmen kann. Notfalls im Fachhandel nachfragen und sich beraten lassen. Nach dem Lackieren lassen Sie den Holzlack trocknen. Es kann durchaus sein bzw. es ist ratsam, dass Sie die Holzplatte zweimal streichen. So wird sichergestellt, dass die Farbe gleichmäßig deckt.
  • Halbieren Sie den Holztisch (auf der längeren Seite) mittig, so dass Sie zwei gleich große Spielhälfte haben. Mit Hilfe eines weißen Klebebands – schmales Isolierklebeband ist hierfür besonders praktisch – werden die Abtrennungen markiert.
  • Die Spielflächen werden nun ein weiteres Mal unterteilt, dieses Mal auf der kürzeren Seite, und erneut mit einer Klebemarkierung gekennzeichnet.
  • Jetzt fehlen nur noch die Seiten- und Grundlinien, die an den Rand der kompletten Spielfläche raufgeklebt werden.
  • Weiter geht es mit der Netzkonstruktion. Im Handel werden Sie für Mini-Tischtennisplatten nur sehr schwer passgenau Tischtennisnetze für Ihre Eigenkonstruktion finden. Macht aber nichts, da Sie sich auch in Eigenregie ein Netz bauen können. Als Basis eignen sich hierfür beispielsweise ein stabiles Stück Fliegengitter, ein passender Netzstoff oder eine Gardinen-Reste mit Netzstruktur.
  • Laut Vorgaben aus dem Tischtennis Regelwerk verfügt ein TT-Netz über eine Höhe von 15,25 cm. Für eine Mini-Tischtennisplatte sind jedoch flachere Netze fast besser geeignet. Wir empfehlen eine Netzhöhe zwischen 10 bis 15 cm. Wichtig ist zudem, dass das Stoffstück ein bisschen länger ist als die kürzere Seite des Holzbretts. Warum, das erklärt folgender Schritt.
  • Damit das Netz auch aufrecht stehen kann, sollten Sie es an zwei Stäben befestigen. Hierfür können Sie Holzreststücke oder Bambusstöcke nehmen. Die Stoffenden können um die Stäbe gewickelt und mit einer Sicherheitsnadel oder Tacker befestigt werden oder die Netzenden werden zu einem schmalen Schlauch genäht und über die Stäbe geschoben. Aus diesem Grund sollte Ihr Stoffstück für das Tischtennisnetz auch etwas länger als die Platte sein.
  • Nun muss die Netzkonstruktion noch an der Mini-Platte befestigt werden. Hierfür sind Tischklemmen aus dem Baumarkt bestens geeignet, mit denen Sie eine Verbindung zwischen Mini-Tischtennisplatte und Netzhaltern bauen können. Bevor die Klemmen an den beiden Enden der Mittellinie angebracht werden, müssen die Stäbe des Netzes an den Tisch fixieren. Verwenden Sie hierfür einen starken Klebstoff. Achten Sie jedoch auf die Hinweise des Herstellers.
  • Nun ist die Konstruktion Ihrer eigenen Mini-Tischtennisplatte vollbracht.

Vor- und Nachteile einer selbst gebauten Festplatte

  • geringere Kosten als ein Neukauf
  • Freude beim Aufbau
  • Material wird benötigt

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